Vaze – Charakterbeschreibung

„Wenn ich dich mitnehmen soll musst du mir sagen welchen Namen du trägst.“ Zeera legte die Stirn in Falten und antwortete. „Zeera Var.“

Für diese Antwort erntete sie einen Schlag gegen den Kopf. „Willst du sterben, Kind? Ich frage nochmal: Wie ist dein Name?“ Ihr Körper war geschunden durch den Mangel an Nahrung und Wasser, durch die Anstrengung der letzten Tage. Gedanken wollten sich infolgedessen nur schwerlich klar zusammenfügen. Unverständnis lag in ihrem Gesicht. Was wollte diese Frau wissen?

Nach einer stillen Minute wandte die Devaronianerin sich von Zeera ab und begann in aller Seelenruhe zu ihrem Speeder zu schlendern. „Ich habe keine Verwendung für ein dummes Kind. Dummheit bringt nur Ärger ein.“

Die Gedanken rotierten. Sie wusste nur, dass sie überleben wollte. Hier draußen aber würde sie es nicht. Diese Person vor ihr würde ihre einzige Chance sein. Aber wo genau lag das Problem mit der gegebenen Antwort?

Blicke in alle Himmelsrichtungen. Fragend, unsicher. Aus dem Augenwinkel nahm sie dann den Eingang zum Lagerhaus wahr. Erinnerungen an die grauenhaften Ereignisse schossen ihr ins Bewusstsein. Plötzlich beruhigte sich ihr Geist. Da war Klarheit. Jene Form, die ein Kind ihres Alters nicht haben dürfte. Zeera war tot! Kurzerhand sprach sie in einem eisigen Tonfall. „Vaze. Das ist mein Name.“

Mit einem breiten Grinsen drehte sich die Frau wieder in ihre Richtung. „Also dann Vaze … folge mir.“

Charaktername

Vaze, gespielt von Anarath

Charakterbeschreibung

Spezies: Twi’lek
Geschlecht: weiblich
Alter: 23 Jahre
Größe: 1,74m
Beruf: Kopfgeldjäger
Aktuelle Spezialisierungen: Attentäter, Powertech

Körperliche Charakteristika

Ihre auffälligsten Merkmale sind wohl die rote Hautfarbe – typisch für eine Lethan und äußerst selten –, sowie die schwarzen Tattoos, welche wilde Muster über ihren Körper bilden. Ansonsten erfüllt sie mit ihrem schlanken aber trainierten Körperbau, wie auch ihrem hübschen Gesicht manches Vorurteil, dass gegenüber weiblichen Twi’leks herrscht und gilt damit bei den meisten Spezies als attraktiv.

Die beiden ca. 60 cm langen Lekku liegen knapp auf ihren Schultern auf, ihre gelben Augen haben einen kalten stechenden Blick.

Stil, Auftreten und Beschreibung des Charakters

Sie weiß, wozu sie fähig ist. Wie gefährlich sie ist. Und wie die Galaxis funktioniert.

Dementsprechend selbstbewusst tritt Vaze auf. Nicht zuletzt unterstreicht ihr über der Schulter getragenes und bis zum Maximum hochgerüstetes Czerka Arms Model 38 Scharfschützengewehr gerade den zweiten Aspekt. Und vielleicht würde zu diesem Bild auch das an der Wade versteckte Messer beitragen, wenn diejenigen, die es sahen noch davon hätten berichten können.

Obgleich der Job als Attentäter ein harter ist, hat sie gelernt in einem Sekundenaugenblick vom gewissenlosen Killer zum sanften Engel zu wechseln. Speziell das Täuschen der einfältigeren Gemüter fällt ihr aufgrund ihrer Optik leicht. Was schon viele Aufträge zu einem Kinderspiel hat werden, oder die Bezahlung lukrativer ausfallen lassen.

Zumeist geizt sie aber mit reizen. Sie trägt eine eher praktische Multifunktionshose und Outdoorstiefel. Das enge Top widerspricht dem zwar, wird aber von einem weiten Mantel verborgen gehalten. Dessen Kapuze zieht sie in der Öffentlichkeit meist ins Gesicht, um ihre rote Hautfarbe nicht zu auffällig zu präsentieren.

Sowohl ihr Rucksack, als auch ihr Ausrüstungsgürtel sind entsprechend ihrer Profession stets mit allem bepackt, was nötig ist ihre Aufträge zielführend zu erledigen. Hier wird nichts dem Zufall überlassen.

Für ihre Begleiter ist sie eher schlecht einzuschätzen. Verschlossenheit und Ernsthaftigkeit zeichnen sie aus. Gerade im Einsatz. Obgleich es Momente gibt, in denen sie aus purer Ungläubigkeit über das (stümperhafte) Verhalten anderer sarkastische oder gar beleidigende Sprüche vom Stapel lässt.

Im Kern geht es Vaze um ihr eigenes Überleben. Entsprechend dieser Einstellung heißt es bei drohenden Niederlagen auch „rette sich wer kann, doch Vaze zuerst“. Was aber nicht heißt, dass sie einen Partner zurückließe. In ihr gibt es etwas, dass man am Ehesten als professionelle Loyalität beschreiben könnte. Ein guter Partner/ein gutes Team ist schwer zu finden und bleibt es intakt, so erhöht das die Überlebenschancen auch für sie selbst.

Nichtsdestotrotz leidet sie unter ihrer verdrängten Vergangenheit – obgleich ihr das nicht bewusst ist. Dies zeigt sich besonders durch ihren soziopatischen „Schutzschild“. Die Emotionslosigkeit, oder der Drang zu töten sind Ausdruck dessen. Und manchmal nimmt letzteres auch die Überhand, was durchaus zu Problemen führen kann und völlig im Widerspruch zu ihrem sonst professionellen Ich steht.

Geht es um Spaß, dann gibt es nur zwei Dinge, die ihr dazu einfallen: Blutvergießen und körperliche Ausschweifungen jedweder Art, mit wem auch immer. Jedoch präferiert sie ganz klar das Erste. Alkohol meidet sie völlig, da dieser mit äußerst unangenehmen und unvorhersehbaren Nebeneffekten einhergeht, wie sich in ihrer Vergangenheit zeigte.

Spielerdokumente

Charakterbogen (EXCEL)
Talentübersicht (PDF)
Hintergrund: Ihre Vergangenheit (PDF)

Was denkt der Charakter über die anderen Mitglieder?

Leyli: Das Wiesel. Erst retten wir uns gegenseitig. Zweimal in Folge sogar. Und am Ende schlägt die undankbare Schlampe mich nieder und implantiert mir eine Kontrollvorrichtung mit Schockfunktion, um mich für ihre Rachepläne an Bord zu halten. Ich traue ihr nicht. Und wenn ich die Wahl hätte, würde ich ihr den Schädel von den Schultern pusten. Zunächst bin ich aber erstmal gezwungen mitzuspielen. Das fellige Miststück sollte allerdings arg aufpassen, meine Rache wird gnadenlos sein.

Lixxoz: Das neueste Mitglied dieser Besatzung. Ziemlich undurchschaubar. Dabei bin ich eigentlich gut darin die Leute einzuschätzen. Aber von diesem Falleen geht eine höchst eigenartige Ausstrahlung aus. Ich wundere mich, wieso der Fokus auf mir liegt, aber sich kaum einer um ihn schert. Dabei ist offensichtlich, dass er etwas verbirgt. Meine Erfahrung und mein Instinkt raten mir auf Abstand zu bleiben, bis ich weiß was es ist. Besonders aber auch, da mein Drang ihm die Kehle aufzuschlitzen, wenn er seine arrogante Art vom Stapel gelassen hat, in seiner direkten Umgebung so schnell wieder schwindet. Fast schon unheimlich.

R4-MM3R: Eigentlich gäbe es nicht viel zu einem Droiden zu sagen, aber dieser hier ist irgendwie seltsam. Er agiert außerhalb seiner eigentlichen Protokollstruktur. Weit außerhalb. Eine Astromecheinheit, die auch den Schiffsarzt ersetzt – von sowas habe ich ja noch nie gehört. Von seinem Wunsch jedem, seiner Bezeichnung nach, „Fleischsack“ irgendwelche Implantate einzusetzen fange ich besser gar nicht erst an. Sollte sein Skalpell nur einmal einen Ausflug an die falsche Stelle machen, war’s das Letzte was er tut. Davon abgesehen ist er allerdings sehr kreativ im waffenlosen Töten. Er bot mir schon recht amüsante Situationen.

Ringo: Dieser Mensch ist an Naivität kaum noch zu übertreffen. Ahnungslos stapft er durch die Galaxis und fuchtelt unversehens mit einem Laserschwertgriff rum. Interessante Waffe, wenn sie denn funktionieren würde. Aber wie jemand wie er an so ein Artefakt gekommen ist, ist mir schleierhaft. Solange ich gezwungen bin mit dieser Gruppe zu reisen werde ich wohl alle Hände voll zu tun haben dieses … Kind während unserer Aufträge am Leben zu erhalten. Nicht zuletzt scheint er einen gewissen Einfluss auf den Captain nehmen zu können. Wer weiß, ob mir nicht zumindest das einmal hilfreich sein wird.

Tarum: Zunächst war ich von seinem Auftreten beeindruckt. Groß, stark, schwer bewaffnet. Doch entpuppte er sich schnell als stümperhafter Halbaffe. Laufend huscht er um Leyli rum. Offenbar schafft er es als Co-Pilot und eine Art Bodyguard für sie zu agieren. Doch wo bleibt die angebliche militärische Ausbildung? Meine Hoffnung etwas Neues durch ihn lernen zu können ist vollkommen dahin. Ganz abgesehen davon, dass er mir vermutlich im Weg stehen würde, wenn ich endlich die Chance hätte das Wiesel loszuwerden. Ich frage mich aber, ob er vollends in ihre Pläne involviert ist?