[IA] Turnierbericht 15.10.2017 in Hamburg von „Vuchs“

Abseits von Raumschlachten mit Großkampfschiffen (Armada) oder auch kleineren Raumschiffen (X-Wing), tobt der Kampf der Rebellen gegen das Imperium (oder anders herum?) auch am Boden.

Wenn auch von dem einen oder anderen fast unbemerkt.
Da in der Selbsthilfegruppe bereits seit Februar auch die Star Wars Bodentruppen durch unsere Imperial-Assault-Gruppe bespielt werden, soll es von uns nun auch einmal einen Bericht über unsere Aktivitäten geben. Und was würde sich dafür besser eignen als über ein Turnier zu berichten?


Vorbereitung

Da unsere Gruppe klein aber ausreichend ist und einige sich noch nicht zum kompetitiven Skirmish spielen durchringen konnten – oder sich noch nicht trauen – fuhren „ Isnigu“ und ich also zu zweit am Sonntagmorgen nach Hamburg um das für 10.00 Uhr angesetzte Turnier der AssaultSquad Hamburg-Gruppe anzutreten.
Insgesamt waren wir immerhin acht Spieler (sechs Scum und je ein Rebellen und Imperialer Spieler) und es wurden in sehr entspannter Atmosphäre die Begegnungen so ausgelost, dass man möglichst gegen andere als die wöchentlich gewohnten Gegner spielt.

Gespielt wurden drei Runden à 65 Minuten und jeder erzielte Punkt sollte für die Endabrechnung der Plätze zählen.

Ich hatte die einzige imperiale Liste in einem scumdominierten Meta, war also gespannt, wie ich abschneiden würde, zumal es erst mein zweites IA-Turnier war. Ich hatte mich länger im Voraus auf folgende Liste festgelegt:

Großinquisitor, Captain Terro, Dewbackrider, 2x Elite Jet-Trooper, 2x normaler Imperialer Offizier, Zillo-Technik = 40 Punkte.

Captain Terro und der Dewback sollten die vorpreschende Kavalerie bilden, die den Weg für den Inquisitor vorbereitet und die Jet Trooper als fliegende Nervensägen, die ebenfalls ordentlich Schaden verteilen können. Imperiale Offiziere als Supportunits und Objektiverunner. Ich hatte mit der Liste mehrfach in unserer Donnerstags-Skirmish-Runde geübt und war ganz zufrieden, da sie meinem eher aggressiven Spielstil liegt.


Spiel Eins

Als erstes musste sich diese Liste auf der Jabbas-Palace-Map (Mission „Spoils of Crime“) gegen die Scum-Liste von „Drogix“ aus Hamburg beweisen. Diese war mit Jabba, 2x Elite-Weequays, Vinto Hreeda, C3PO, Elite Jawa, Hired Guns und Onar Koma eine dieser Metalisten.
Den Initiativewurf hatte ich verloren und dementsprechend – nach meinem Empfinden – die schlechtere Deploymentzone bekommen. Entsprechend meinem Spielstil hatte ich schnell die erste Tür geöffnet und Positionen an den erreichbaren Objektives bezogen.
Ich kam jedoch nicht in kampfesnähe an „Drogix´s“ Figuren heran, war somit im Nachteil und bereits zu Beginn der zweiten Spielrunde hatte er meine beiden Schlüsselfiguren Captain Terro und den Großinquisitor aus dem Spiel genommen. Somit zeichnete sich ab, dass ich gegen den erfahrenen „Drogix“ kein Land sehen würde und ich verlor mit 42 zu 20 deutlich in Runde drei. Manchmal ist defensiver vielleicht doch besser…


Spiel Zwei

Als nächstes spielte ich gegen „Raggedy Man“, den Gewinner des Ilseder Turniers vom August – meinem ersten Turnier. Er hatte die erste Runde knapp gegen „Isnigu“ verloren und spielte eine der stärksten Scum-Listen, sehr ähnlich der von „Isnigu“.
Ich hatte im Vorfeld in unseren Trainingsrunden schon Gelegenheit gehabt gegen sie zu trainieren, hatte also einen guten Plan. Und der erwies sich als durchaus schlagkräftig. Auch die „Line of Fire“-Mission auf der Anchorhead-Cantina-Map war mir gut geläufig.
„Raggedy Man“ hatte „Devious Scheme“ in seiner Liste, wählte also die „bessere“ Deploymentzone und ich hatte die Initiative. All das half ihm zunächst nicht. Ich spielte diesmal defensiver, eliminierte mehrere seiner anrückenden Schrottdroiden ohne dass diese Schaden verursachen konnten und suchte zunächst Deckung.
Bereits in der zweiten Spielrunde konnte ich beide seiner Elite-Weequay-Piraten-Gruppen entfernen da „Raggedy Man“ freundlicherweise die Schußlinie durch öffnen der Türen frei gemacht hatte. Die Bodyguards für seine (sehr nervigen fünf, 2 x Elite, 3 x Normal ) Ughnauts waren also aus dem Weg und die kleinen Bot-Bauer waren jetzt mein nächstes Ziel.
Wir dezimierten bis zum Ende der dritten Runde unsere Reihen abwechselnd aber nicht entscheidend. Leider war es „Raggedy Man“ im Laufe der Runde mit einem Glückswurf und der richtigen Kommandokarte auf der Hand einmal gelungen einen seiner Ughnauts die Missionsvorgabe zu erfüllen und ihn über – für Ughnauts weite – elf Felder durch ein Schlupfloch meiner Truppen ins Ziel zu bringen. Das brachte ihm acht Punkte ein. So verlor ich auch das zweite Spiel – diesmal aber weitaus knapper mit nur 28 zu 22 Punkten nach dem Time-out.


Spiel Drei

Die dritte Spielrunde auf der Nal-Hutta-Swamps Map stand an und mein letzter Gegner sollte „Raist“ sein.
Unsere Mission war „Raining Freight“. Er spielte eine allseits bewunderte Beasts-Rodianer-Liste der Scum-Fraktion, mit der auf der Map beeindruckenden (bemalten) Rancor-Figur, die mächtig Schaden austeilt und schwer zu überwindende zwei schwarze Verteidigungswürfel hat. Außerdem hatte er Black Market und Beast Tamer dabei.
Ich machte also – nachdem ich bereits in der ersten Runde einen Hired Gun erledigt hatte -mit allen meinen Figuren Jagd auf den Rancor, den „Raist“ auch zielstrebig auf meine Gruppen zu manövrierte, um Nahkampfschaden zu verteilen. Ich wiederum konnte gut verteidigen und umzingelte das Riesenvieh. Nach einigen Angriffen meiner vier Elite Jet-Trooper und von Captain Terro war der Rancor besiegt – auch weil „Raist“ beim Würfeln Pech hatte und ihn zwischendurch nicht heilen konnte. Er versuchte Terro und den Großinquisitor zu besiegen, die jedoch beide überlebten, da ich auch hier wieder gut würfelte (unter anderem einen entscheidenden Dodge des Inquisitors).
Nach dem ich den Dewback, einen Offizier und einen Trooper verlor, fielen seine Nexu-Katzen und zum Schluß die Rodianer Greedo, Vinto Hreeda und der zweite Hired Gun. Einzig sein Jabba hatte am Ende des Time-out überlebt.
Mein erster Sieg in einem IA-Turnier war mit 32 zu 17 Punkten perfekt – auch dank einiger passender Kommandokarten zur rechten Zeit auf der Hand.


Ende/Fazit

Mit meiner Liste war ich alles in allem zufrieden. Sehr gut machten sich die Jet-Trooper und die Dewbacks. Ob ich den Großinquisitor wieder spielen würde bin ich mir nicht sicher, denn er war an diesem Tag nicht so ein großer „impact“, wie gedacht. Weil er aber nicht oft gespielt wird, war er für einige Gegner mindestens verwirrend und lenkte von den anderen Figuren ab.

In der Endauswertung belegte ich den sechsten Platz. Der TO „Taiko“ hatte sein Schatzkästchen großzügig für den Preispool geöffnet und spendete für jeden einiges an Promostuff, den er bei einigen Turnieren gesammelt hatte. Darunter eine seltene Gloss-Spot-HK-Karte – die „Isnigu“ als ungeschlagener Turniersieger gewann – sowie Schadenszähler und verschiedene Acryltoken, die auf die Plätze verteilt wurden.
Vielen Dank dafür, allein hierfür hat sich die Anreise gelohnt! Aber auch die entspannte Atmosphäre und der Spielspaß sowie das Fachsimpeln mit anderen Spielern waren großartig. Gerne fahren wir bei der nächsten Gelegenheit wieder nach Hamburg auch wenn die Mittagspizza auf Grund eines Staus eine Stunde zu spät geliefert wurde (dann jedoch zum halben Preis.Top.). Dann hoffentlich mal mit einigen Selbsthilfe-IA-lern mehr. Es macht riesig Spaß Turniere zu spielen und es lohnt sich auf jeden Fall!

Aufruf/Einladung

Es sind alle herzlich eingeladen, einmal IA-Luft zu schnuppern! Wir spielen mittlerweile regelmäßig donnerstags ab 15.30 Uhr im 3TH. Meistens zunächst Skirmish und anschließend ab ca. 16.30/17.00 Uhr Kampagnen der IA-Boxen. Hierfür benötigt man kein eigenes Material, da wir als IA-Chapter bereits alles vorhanden haben. Auch für Skirmishspiele haben wir genügend Material um „Leihlisten“ bereit zu stellen. Einfach vorbeischauen oder in der X-Wing-WhatsApp-Gruppe melden.

Auch am Boden gibt es eine Menge Schlachten zu schlagen … und die haben es durchaus in sich! Nur Mut!

 

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