Birmingham Calling – Ein EM Erlebnisbericht Teil 3

Teil 3: All good things must come to an end

Der letzte Tag der UK Games Expo war gekommen. Zeitig machten wir (Fasekel, Lares und ich) uns auf den Weg, schließlich galt es für Timo (Lares), im Top 16 Cut weiter um Ruhm und Ehre für die deutsche X-Wing Community zu spielen. Wieder mit öffentlichen Verkehrsmittel unterwegs, kamen wie sehr pünktlich bei der Expo an. Ich hatte dieses Mal auch mein ganzes Gepäck mitgenommen, da ich am Abend die Unterkunft wechseln würde. Mein Rückflug in die Heimat sollte am frühen Montagmorgen sein und ich hatte ein wenig Bedenken, ob ich hierfür früh genug am Flughafen sein kann, da unsere Unterkunft etwas außerhalb vom Stadtzentrum und Flughafen lag. Gottseidank hatte ich die Möglichkeit, im Hotelzimmer von Tim (Organized Play Asmodee) unterzukommen. Vielen Dank dafür noch mal an dieser Stelle. Dies ersparte mir definitiv viel Stress, da Tims Hotel 5 Minuten vom Flughafen entfernt war.

Am Tag zuvor überlegte ich noch ein weiteres Hangar Bay zu spielen, entschied mich dann doch aber dazu mit ein paar anderen die Expo zu erkunden. An den beiden Tagen zuvor gab es hierzu noch kaum Gelegenheit dazu. Die Messe als solche war kleiner als ich sie mir im Vorfeld vorgestellt hatte. Eine Messehalle, in der alle Austeller an ihren Ständen ihre Spiele vorstellten und oder verkauften. Ich wollte auf jeden Fall ein paar der coolen X-Wing Gimmicks von Cog o’ Two erwerben und vielleicht das ein oder andere Spie antesten. Als erstes blieben wir allerdings am FFG Stand hängen… und spielten ein Demo-Spiel X-WIng XD Wir taten so, als wäre dieses Spiel Neuland für uns, um ein paar der Poe Dameron Promokarten abzustauben. Obendrauf gab es noch 2 Destiny Promokarten. Hat sich also gelohnt 🙂 

Als nächstes spielten wir eine Runde Cash ‚n Guns, ein wirklich sehr unterhaltsames Spiel, in dem man in die Rolle eines Mitglieds einer Verbrecherrunde schlüpft und mit Intrigen und Schaumstoffpistolen versucht, das größte Stück der Beute zu kassieren. Hat definitiv viel Spaß gemacht und eignet sich als kurzweiliges Partyspiel.

Anschließend gingen wir zurück in die Turnierhalle um zu schauen, wie es um Timo (Lares) stand, dessen Top 16 Spiel langsam zu Ende sein sollte. Leider hat es Timo nicht geschafft, das Spiel zu gewinnen und die schicken R2-D2 Schablonen abzugreifen. Somit musste zugleich auch der Traum auf einen deutschen Europameister begraben werden. Dennoch eine ganz starke Leistung von Timo, überhaupt soweit gekommen zu sein. Auf einen neuen Versuch im nächsten Jahr!

Wir gingen anschließend gemeinsam mit Timo erneut auf die Expo, um etwas zu essen und uns mit neuem Spielmaterial von Cog o’ Two einzudecken. Insbesondere den Schadensdeckhaltern galt mein größtes Interesse, die mir sehr gut gefielen und ich schon bei anderen Spielern bewundern durfte. Standesgemäß kaufte ich mir natürlich eins mit Scum-Symbol 😉

Nun ging es wieder zurück in die Turnierhalle, wo wir die restlichen Finalspiele verfolgen wollten. Basti (Fasekel) und Tim von Asmodee spielten ein, zwei lockere Spiele X-Wing, andere spielten noch Hangar Bay. Maschi von den Evaders konnte hier ebenfalls eine der begehrte Plastik Promos von Biggs Darklighter abgreifen 🙂

Als wir draußen eine Raucherpause machten kamen wir dann mit George Dellapina, seinem Sohn Simeon, Kevin Bellamy und dem Rest der anwesenden „Weekend Warlords“, einem X-Wing Team aus UK ins Gespräch. George und seine Jungs sind unheimlich sympathische Zeitgenossen. Es wurde über das Turnier geredet und in erster Linie viele Witze gemacht. Man merkte sofort, dass die Jungs einfach gut drauf sind und wir nahmen uns vor, auch über das Wochenende hinaus via Facebook in Kontakt zu bleiben. 
George und Shane von den Warlords sollte dann im Halbfinale gegeneinander antreten, mit besserem Ausgang für George, der nun im Finale gegen Bartosz aus Polen um den Titel des Europameisters antreten musste. Wir alle sprachen George noch Mut zu und drückten ihm alle Daumen für das Finale.

Timo und ich versammelten uns um den Final Table, um das Spiel zu verfolgen. George spielte ein Liste , bestehend aus Leebo und Miranda, Bartosz trat mit Dash und Miranda an. Es sollte ein unheimlich spannendes Spiel werden, in dem der Vorteil auf Seiten der Spieler ständig hin- und her wechselte.

Als wir ein weiteres Mal nach draußen gingen, um „frische Luft“ zu schnappen, trafen wir auf Simeon und ein paar andere Warlords. Für Simeon war die Spannung direkt am Tisch nicht zu ertragen, daher verfolgte er die Partie auf seinem Handy via Twitch. So versammelten wir uns mit fünf oder sechs Personen um Simeons Handy, um den weiteren Verlauf des Spiels zu verfolgen. Nach einiger Zeit gingen wir gemeinsam aber doch wieder hinein, da sich das Spiel nun in der Endphase befand. Es standen mittlerweile nur noch Leeba und auf der anderen Seite Miranda auf dem Feld. Dann kam es zur letzten Schussphase. George würfelte mit Lone Wolf und Fokus 4 Hits aus seiner HLC auf Miranda. Um zu überleben musste Bartosz ein Ausweichsymbol würfeln. Als der grüne Würfel mit einer Leerseite auf der Matte liegen blieb, brachen alle Dämme. Jubelschreie und Freudentränen sorgten für einen emotionalen Moment. Wir freuten uns sehr für George und ich gönnte ihm den Sieg absolut, weil er einfach (auch während des ganzen Finalspiels , trotz einiger umstrittener Situationen und Entscheidungen gegen ihn) ein absoluter fairer und freundlicher Typ ist. Ich für meinen Teil werde George, neben unseren deutschen Teilnehmern, bei den nächsten Weltmeisterschaften auf jeden Fall alle Daumen drücken.

 

Den Abend wollten Timo, Basti, Sebastian (Carnis) und ich dann bei TGI Friday ausklingen lassen. Dort sollten sich dann auch unsere deutschen Judges und der Rest des TO-Teams anschließen. Kurz bevor wir den Weg dorthin antraten gab es noch eine große Geste von Basti an mich. Da ich ja, wie in Teil 2 meines Berichts bereits erwähnt, aus dem Hauptturnier ausschied, um am Hangar Bay teilzunehmen, hatte ich keine Chance mehr an die Positionsmarker für die besten 100 Spieler zu gelangen. Ich betonte an dem Wochenende mehrfach, wie cool ich die Dinger fand und wie traurig ich war, dass ich diese nicht gewinnen konnte. Basti hatte anscheinend so viel Mitleid mit mir (oder war es einfach Lied mein Gejammer zu ertragen), dass er mir einen seiner Positionsmarker schenkte. Ich strahlte wie ein Kind an Weihnachten. Basti, du bist einfach ein Supertyp <3

Hot Food!

In dem Restaurant genossen wir auf Timos Tipp hin mehrere Gänge Appetizers. Man konnte so viele Vorspeisen wie man schaffte für einen Festpreis bestellen. Völlerei war also vorprogrammiert und es schmeckte fantastisch.Manch Gang war dann etwas schärfer als zunächst angenommen. Leider gab es kein Cider bei TGIF, als mussten wir zur Abwechslung auf Bier umschwenken. Prost! 

Es wurde viel gelacht, Bier und Met aus einem Horn getrunken und irgendwann zog es alle in eine andere Location. Ein Teil machte sich auf den Weg in die Unterkunft, ein anderer in eine Hotelbar. Um etwa 1 Uhr waren wir dann in Tims Hotel angekommen. Mir blieben also noch etwa 3 Stunden Schlaf. Um 6.10 Uhr startete dann mein Flieger Richtung Heimat und gegen 11 Uhr fiel ich erschöpft, aber glücklich über ein tolles Wochenende auf meine Couch.

 

Swag!

Alles in Allem war die Europameisterschaft bzw. der ganze Trip nach Birmingham ein absolut geiles Event. Ich habe so viele neue Leute kennengelernt und hatte eifach einen Heidenspaß. Das Ganze hatte auch irgendwie ein Klassenfahrt-Feeling und wenn es sich irgendwie einrichten lässt, werde ich nächstes Jahr wieder nach Birmingham zur Europameisterschaft fliegen.

Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen bedanken mit denen ich dieses Erlebnis teilen durfte. Es war sehr schön 🙂

Mein Dank gilt an alle, gegen die ich spielen durfte, auch wenn ich den Großteil der Namen vergessen habe. Vielen Dank auch an die Weekend Warlords, aber allen voran Dank an Team Germany, darunter Timo (Lares), Basti (Fasekel), Kevin (Backfire) Sebastian (Carnis), Thorsten (Sune) und seine Freundin Tanja, Jörg (Eltfario) und Rabea, Stefan (Durandell), Maschi, Toto, Herendon, den Jungs vom Team Agromech Berlin, Andi (Tzatzikimann) und dem Rest vom Team Hooters, Martin (TKundNobody), Sascha (Loken) und allen anderen, die ich an dieser Stelle vergessen habe…

 

Ich hoffe ihr hattet Spaß beim Lesen. Wenn ja, lasst ruhig auch ein „Like“ auf der Facebookseite der X-Wing Selbsthilfegruppe da 😉

 

Bis dahin

ScumDan

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