Birmingham Calling – Ein EM Erlebnisbericht

Teil 1: ScumDan goes to Birmingham

 

Am Pfingstwochenende fanden bekanntermaßen die ersten FFG Europameisterschaften im Rahmen der UK Games Expo statt. Eine große Anzahl deutscher X-Wing Spieler machte sich auf den Weg nach Birmingham, um Ruhm, Ehre und Promomaterial zu erkämpfen und allen voran eine Menge Spaß zu haben. Einer davon war ich 🙂 
Eins vorweg, um potentiellen Nörglern direkt den Wind aus den Segeln zu nehmen: Dieser Bericht ist in erster Linie ein Erlebnisbericht, der das ganze Event als solches ein wenig wiedergeben soll, und weniger ein Spielbericht.

Am Donnerstagmittag trat ich meine Reise nach Birmingham von Hannover aus an. Ich musste zwar in Amsterdam zwischenlanden, aber alles in Allem gestaltete sich die Reise als problemlos, im Gegensatz zur Anreise manch anderer Teilnehmer (dazu an späterer Stelle mehr).
Im Vorfeld war klar, dass ich von der X-Wing Selbsthilfegruppe aus Hannover der Einzige sein würde, der zur European Championship fliegen sollte. Da wir als Community ja aber auch überregional gut vernetzt sind, fand ich mit Timo (Lares) und Basti (Fasekel) schnell zwei X-Wing Co-Piloten, mit denen ich mir eine Unterkunft in Birmingham teilen konnte. Flüge und AirBnB waren fix gebucht und die Vorfreude war bereits Wochen zuvor schon groß.

Am Flughafen in Birmingham angekommen, begrüßte mich Basti, der früher am Tag schon Kevin (Backfire) und Sascha (Loken) in Empfang genommen hatte. Besonders für Kevin war der Empfang besonders herzlich 😉

 

Fasekel begrüßt Backfire mit einem herzlichen: „Kevin du Lappen!“

Nun mussten wir nur noch auf Timo warten, der etwas später in Manchester landen sollte, um von da aus mit dem Zug nach Birmingham zu fahren. Klingt simpel, stellte sich für den guten Lares aber als eine Odyssee ohnegleichen heraus. Sein Zug in Manchester fuhr nämlich geradewegs an Birmingham vorbei und hielt erst kurz vor London. Basti und ich hatten mittlerweile in unserer Unterkunft eingecheckt und genossen in einem nahegelegenen Pub das ein oder andere Cider. Prost!

Nachdem die letzte Runde eingeleitet wurde und die Sperrstunde unserem feuchtfröhlichen Tagesausklang ein Ende bereitete, liefen wir zur Unterkunft, an der Timo kurze Zeit später völlig entnervt auch eintraf.

 

Am nächsten Morgen ging es dann zum NEC, wo die UK Games Expo, und somit auch die X-Wing Europameisterschaft stattfand. Der erste Eindruck war wirklich überwältigend. Eine riesige Halle, alles wirkte extrem professionell und im ersten Moment war ich von dem Event ganz schön erschlagen. Das größte Turnier was ich bis dato gespielt
hatte, war die MER Trophy zwei Wochen zuvor.

Die Anmeldung verlief erstaunlich schnell und unkompliziert und alsbald hatte sich das rund 25-köpfige Team Germany in der Halle versammelt. Neue und alte Gesichter plauschten miteinander und warteten darauf, dass es losgehen konnte. Leider verzögerte sich der Beginn extrem. Geplant war, dass die erste Runde um 11 Uhr starten sollte. Tatsächlich startete die erste Runde erst um 12.30 Uhr. Dies lag an diversen Umständen, die in erster Linie mit der Organisation der Expo und weniger mit der Turnierorga zu tun hat. Die Wartezeit wurde unter Anderem dadurch verkürzt, dass Simon Green, der mit seinem Twitch-Channel „Firstearth“ den meiner Meinung nach besten X-Wing Livestream weltweit bietet, einen großen Teil des Team Germany zum Interview lud. Simon ist ein wirklich unheimlich sympathischer Kerl und wir redeten ein wenig über die deutsche X-Wing Szene.
Wir schossen noch ein Teamfoto, da ein großer Teil von uns deutschen Spielern mit einheitlichen Teamshirts ausgestattet waren, die MelBel für uns gemacht hatte.

Team Germany

 

 

Zu meiner Liste:

Dengar — JumpMaster 5000 33
Attanni-Implantat 1
Kopilotenass 4
R4-Agromech-Droide 2
Vollstrecker Eins 12
Ship Total: 52 

Fenn Rau — Sternenjäger des Protektors 28
Attanni-Implantat 1
Automatische Schubdüsen 2
Protektor von Concord Dawn 1
Ship Total: 32 

Kaa’to Leeachos — Z-95-Kopfjäger 15
Attanni-Implantat1
Ship Total: 16 

Die Liste ist, wie einige von euch vielleicht wissen, eine Kreation von Backfire. Er hat seine Erfahrungen dazu (auch zur EM) an dieser Stelle niedergeschreiben:
http://www.moseisleyraumhafen.com/t14264-100df-s-w-at-scum-with-attannidengar-fenn-kaato

Backfire: My SWAT-Brother from another mother

Zudem hat er auch eine kleinen Videoreport zur EM ins Netz gesstellt:

Die Liste spiele ich schon eine ganze Weile und hatte im Vorfeld bereits zwei Tuniere damit bestritten. Erst zwei Wochen vor der EM hatte ich damit den 2. Platz auf der MER Trophy, dem größten Communityturnier mit rund 90 Teilnehmern erreicht. Entprechend eingespielt als auch zuversichtlich trat ich der Europameisterschaft entgegen. Minimalziel war für mich eine Platzierung im oberen Drittel. Um ganz ehrlich zu sein, liebäugelte ich auch mit einer Platzierung unter den TOP 32.

Dann konnte Runde 1 losgehen. Ich durfte gegeneinen Franzosen names Pac antreten, der mir Quickdraw, Vessery und einen Gamma Squadron entgegenstellte. Er spielte sein Squad sehr clever, ließ sich auf keine meiner Fallen ein und besiegte mich recht deutlich. Ich konnte lediglich seinen Bomber zerstören (zähes Mistding!)

Etwas gebeutelt sah ich entschlossen Runde 2 entgegen. Doch wie es der Zufall so wollte, stürzte die komplette Turniersoftware ab und sorgte für eine Verzögerung inkl. Mittagspause von etwa 3 Stunden :/

Um etwa 15:15 Uhr sollte dann Runde 2 endlich weitergehen. In der Zwischzeit wurde auch verkündet, dass am Freitag nur insgesamt 4 Runden gespielt werden und sich alle Teilnehmer automatisch für Tag 2 qualifizieren. Na immerhin! IUm die Wartezeit zu überbrücken, verteilten die FFG/Asmodee-Leute das lustige Spiel „Where’s my fish?“ Wir dachten natürlich auch an die wartenden Leute, die vor dem Bildschirm zuhause am Firstearth-Stream auf eine Forstetzung des Turniers warteten und spielten das witzige Pinguinspiel dann live vor der Kamera. Wie sich herausstellte, hatten wir ein paar regeltechnische Elemente des Spiels wohl falsch verstanden, worüber sich anscheinend auch im Twitch-Chat ausgelassen wurde XD Hauptsache, es kommt für niemanden Langeweile auf 😉

 

 

 

 

Ich spielte im zweiten Spiel gegen einen Engländer mit 2 Defendern und Omega Eins. Das Spiel verlief halbwegs problemlos, ging aber dennoch über die komplette Zeit, da Defender nach wie vor recht robust sind. Erster Sieg!

Spiel 3 ging wieder gegen einen Briten, der eine sehr interessante Liste mit Fenn Rau, Ketsu Onyo und einem Quadjumper spielte. Er spielte mit 99 Punkte und gab die Initiative natürlich an mich weiter, was sich für mich im Laufe des Spiels als extremer Nachteil herausstellte. Ich konnte Dengar und Fenn selten gut positionieren und hatte zwischenzeitlich 2 Traktortoken gleichzeitig auf einem Schiff liegen. Lediglich seinen Fenn Rau konnte ich aus dem Spiel nehmen. Zweite Niederlage :/

 

Um noch irgendetwas zu reißen, war mir klar, dass ich an sich kein Spiel mehr verlieren durfte (Bloß kein Druck!)

Im letzten Spiel des Tages durfte ich wieder gegen das Imperium antreten. Ismael, ein sympathischer Spanier spielte Full Sabacc, Omega Eins und Quickdraw. Das Spiel war sehr taktisch und ging auch wieder über die volle Zeit, endete schlussendlich mit einem knappen Sieg für mich. Endstand Tag 1: 2-2

Ich war zugegebenermaßen etwas enttäuscht, hatte mich selbst unter Druck gesetzt, war glaub ich auch etwas eingeschüchtert von dem Event als solches und machte dadurch im Laufe der Spiele viel zu viele Fehler. Ich vertauschte Manöverräder, vergaß Effekte und und und… Man kann sagen ich habe teilweise so gespielt, als hätte ich vor einem Monat etwa überhaupt erst angefangen X-Wing zu spielen.

 

Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich ausnahmslos nette sympathische Gegner und absolut Spaß während meiner Spiele hatte.
Nach Ende des ersten Turniertages versammelte sich ein Teil von Team Germany, einige Judges und Simon von Firstearth in einer Bar in fußläufiger Reichweite und genossen ein paar entspannte Cider. Prost! Zudem galt es auch ein wenig den guten Fasekel zu feiern, der nach Tag 1 auf Platz 1 der rund 340 Teilnehmer stand. Dekadent wie wir fahren traten wir die Heimreise zu unserer Unterkunft nach Ladenschluss mit dem Taxi an.
Wer hat, der hat 😉

Cheers, mates!

 
Fortsetzung folgt…

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