„Biggs Darklighter“ – Eine Dr E. Wok Fallbetrachtung

BeitragshaederMalte-Finius (16) fragt: „Hey du, Herr Doktor E. Wok, seit Wochen fällt es meiner Schwadron aus total überkrassen Imperialen Assen nun schon schwer, auf das Ziel zu feuern, dass ich ihnen vorgegeben habe, dabei ist es ein dicker VCX-100 Frachter ohne Verteidigungswürfel. Sie verweigern mir einfach den Gehorsam und schießen auf einen X-Wing, der dann auch noch nicht mal kaputt gehen will! Der Pilot von dem störenden X-Wing ist dieser Biggs Darklighter Typ, der nervt total. Erklär mir das bitte mal!“

 

Quelle: Fantasy Flight Games

Quelle: Fantasy Flight Games

„Malte-Finus, da helfe ich dir natürlich äußert gern, denn ich freue mich sehr, diesen vormals schon fast in Vergessenheit geratenen Rebellenpiloten wieder auf den Schlachtfeldern des X-Wing Miniaturenspiels zu sehen.

Biggs Darklighter, oder auch ‚Rot 3‘, oder auch ‚Der Mann mit dem coolen Schnurbart‘ war ein Mensch, der wie irgendwie die Hälfte aller wichtigen Star Wars Charaktere vom Planeten Tatooine stammt. Er war ein Jugendfreund von Luke Skywalker schloss sich den Rebellenstreitkräften an, nachdem er an der Imperialen Flottenakademie graduiert hatte. So macht man das richtig… erst eine gute Ausbildung abgreifen und dann Leine ziehen, so haben wir das gern. Biggs starb allerdings bei der Schlacht von Yavin, als sein X-Wing im Angriffsflug auf die Ventilationsöffnung des ersten Todessterns von Darth Vader hinterrücks zerstört wurde. Ob Vader eine Rechnung der Imperialen Akademie adressiert an Biggs in seinem Aktenkoffer dabei hatte?

Im X-Wing Miniaturenspiel hat Biggs die einzigartige Fähigkeit, das Feuer von Feinden auf sich zu ziehen, solange er nur nah genug am eigentlichen Ziel des gegnerischen Angriffs verweilt. Dies hat zur Folge, dass wichtige Kernschiffe der Rebellen nun länger unversehrt bleiben und ins spielentscheidende Endgame gelangen, während die Feinde daran verzweifeln, wieso Biggs einfach nicht sterben will.

Wichtig ist dabei vor allem, dass Biggs so geflogen wird, daß er, sobald der Beschuss beginnt, auch an der richtigen Position steht, denn seine Fähigkeit ist auf Reichweite 1 zu befreundeten Piloten beschränkt. Wird er also nicht vorausschauend geflogen (oder gar vom Gegner geblockt), so ist er nicht viel mehr wert als ein X-Wing mit Pilotenwert 5.

Positiv zu erwähnen ist noch, dass Biggs durch die Veröffentlichungen der letzten Zeit so einiges an neuen Spielzeugen erhalten hat, die ihn in seiner Rolle unterstützen (ihn also ganz simpel länger leben lassen). So kann er zum Beispiel den Astromech Droiden R4-D6 in Verbindung mit der Modifikation Integrierter Astromech nutzen. Dies ermöglicht es ihm diverse schwere Treffer des Feindes wegzustecken (auf Kosten von Stress, aber das stört Biggs eher weniger), bevor er als kalkulierte Punkte für den Gegner vom Feld geht (was er eigentlich irgendwie immer macht), dabei seinen Rebellenkumpanen aber wertvolle Zeit erkauft hat oder ansonsten so gut wie schutzlose Schiffe wie die Frachter der VCX-100 Klasse fur eine Zeit vor der sicheren Zerstörung bewahrt hat. Ein echter Held der Rebellenallianz.“


Für günstige 26 Punkte erhalten wir also folgenden X-Wing:

Biggs Darklighter (PS 5) + Integrierter Astromech + R4-D6

Und dabei dürfen wir nicht vergessen, dass Biggs mit seinem X-Wing auch drei rote Würfel im Angriff hat, womit er eine nicht zu unterschätzende Gefahrenquelle für jeden Gegner darstellen sollte, nicht nur wegen seiner schützenden Pilotenfähigkeit.


Quelle: FFG Forum

Quelle: FFG Forum

Als interessante Nebeninformation kann noch kurz erzählt werden, dass Biggs Teil des größten X-Wing Community Hoax der Geschichte des Spiels war. Der Spieler ‚Tusken Tactican‘ und große Teile der X-Wing Community aus den UK führten viele Spieler weltweit vor, indem sie fast ein Jahr lang behaupteteten, Biggs würde in den UK ‚Biggles‘ heißen (nach einem fiktionalen Pilotenass aus Kriegsgeschichten). Dazu wurden sogar Fotos der ‚offiziellen‘ Pilotenkarten als Beweis in Foren gestellt und sogar kurzzeitig Wiki-Einträge geändert.

Nach fast einem Jahr wurde der Hoax aufgelöst und die in hoher Qualität produzierten ‚Biggles‘ Karten wurden danach für einen guten Zweck von der http://twinsunscharities.org/ Organisation verkauft, welche das Geld dem ‚Interfaith Homeless Shelter‘ in Santa Fe überwies, welcher Obdachlosen in Not hilft.

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